André Ruschkowski



Stückkommentare

Composers Edition Vol. NN


 

Perfect Nowhere

2006, 25 min.

Interaktive Konzertinstallation

UA: 25. März 2006, Salzburg, Romanischer Saal, Abtei St. Peter
Realisation des Computerparts im Studio für elektronische Musik of the Universität Mozarteum Salzburg

Perfect Nowhere ist eine "interaktive Konzert-Installation". Was wie ein Wiederspruch in sich klingt, ist der Versuch, interaktive Techniken der Installation mit statischen Präsentationsformen im Konzert zu verbinden. Der Weg in den Konzertsaal ist ebenso Teil der Gestaltung wie das Geschehen am Konzertort selbst. Das Publikum ist sowohl Gegenstand der visuellen Gestaltung als auch - bewußt oder unbewußt - Gestalter der visuellen und akustischen Ebenen. Die durch eine Kamera erfaßten Bewegungen des Publikums steuern die musikalische Bearbeitung der mit einem Mikrofon aufgezeichneten Klänge.

Hier zwei Links zu Rezensionen vom Konzert:

http://www.drehpunktkultur.at/sites/txt06/3txt/0328.htm

http://www.drehpunktkultur.at/sites/txt06/3txt/5127.htm

 

Schatten eines Hundes

2005, 15 Min.

Komposition für 1 - 4 Streicher und interaktive Computersteuerung
Realisation des Computerparts im Studio für elektronische Musik der Universität Mozarteum Salzburg

Version für Streichtrio
UA: 18. Januar 2005, Salzburg, Museum der Moderne Rupertinum

Laurentiu Nicolae Beldean, Violine
Barbara Broz, Viola
Laczko Toth-Timea, Cello

Twigs & Grains

2005,
Part I: 6:23 Min., Part II: 6:03 Min.

Audiovisuelle Komposition für computerrealisiertes 5.1 Kanal Surround-Tonband und Video-Projektion

UA: 25. März 2006, Salzburg, Romanischer Saal, Abtei St. Peter

"Twigs & Grains" ist eine audiovisuelle Komposition, welche sowohl auf der visuellen als auch auf der akustischen Ebene die Beziehungen von Zweigen bzw. Verzweigungen sowie Körnungen bzw. Granulierungen in den Mittelpunkt stellt. Zweige mit kräftig gefärbten Blättern und ihren romantischen Assoziationen bilden den Ausgangspunkt für eine zunehmende Modifikation und Transformation dieser Bilder in eine abstraktere visuelle Umgebung. Verschiedenartige Transformationen, wie Skalierungen, Filterungen, Maskierungen oder Interpolationen, verzweigen sich simultan zu wechselnden und immer neuen Kombinationen von einzelnen Elementen der Ausgangsbilder. So bewegt sich die visuelle Ebene permanent zwischen den assoziativen Ausgangsbildern und ihren erkennbaren sowie nicht mehr als Ableitung erkennbaren Verzweigungen.
Neben den Verzweigungen spielt die Technik der Granulierung hier eine wichtige Rolle. Die technische Eigenschaft der Körnung bzw. Granulierung von visuellen Abbildern, z.B. bei der Fotografie oder beim Film, war von Beginn an stets zweierlei: sowohl Kriterium für die optische Wiedergabequalität als auch künstlerisches Mittel zur bewußten Manipulation dieser Qualität.
In "Twigs & Grains" sind die Techniken der Granulierung des Ausgangsmaterials vor allem eine bevorzugte Form der Modifikation, gleichzeitig aber auch in ihrer reinen Form ein visueller Kontrapunkt zu den Originalbildern. Während der erste Teil eine statische Position des Betrachters verwendet, wird diese Perspektive im zweiten Teil durch eine Bewegung des Betrachters in virtueller Landschaft dynamisiert.
Die akustische Ebene arbeitet ebenfalls mit diesen Techniken. Alleiniger Ausgangspunkt bildete ein Violin-Tremolo, welches durch Anreicherungen der harmonischen Struktur auf der einen Seite und geräuschhafte Anreicherungen auf der anderen Seite die gesamte Skala musikalischen Materials für diese Komposition liefert. Auch hier wird die Technik der Verzweigung, welche fortschreitende Grade der musikalischen Transformation simultan stattfinden läßt, angewandt. Dennoch finden sich auch auf der akustischen Ebene, wie auf der visuellen Ebene, im fortschreitenden Transformationsprozeß stets leichter wiedererkennbare Gestalt-Modifikationen, so daß sich dieser Prozeß der permanenten Modifikation dadurch umso anschaulicher zeigt.

Screenshots Part I & II

 

Schatten eines Hasen

2005, 12 Min.

Komposition für Gitarre, interaktive Computersteuerung und Video-Projektion
Gewidmet Domenico Simone

UA: 8. Juni 2005, Salzburg, Konzertreihe "Guitar & Friends", Gitarre: Domenico Simone
Realisation des Computerparts im Studio für elektronische Musik der Universität Mozarteum Salzburg

Die Komposition besteht aus insgesamt acht Formteilen, welche jeweils aus Interpolationen von Oberton-Akkorden über dem Grundton E abgeleitet sind. Während der Gitarrist einen Teil der Akkorde spielt, wird ein zweiter Teil der Akkord-Töne "schattenartig" durch einen Computer erzeugt. Die Akkordinterpolationen erfolgen nach verschiedenen Verlaufskurven, die ihrerseits eine gewisse Ähnlichkeit mit der Fluchtbewegung von Hasen aufweisen.
Die zeitliche Reihenfolge dieser komplett harmonisch aufeinander bezogenen Formteile ist beliebig und wird von Gitarristen für jede Aufführung neu bestimmt. Der zweite Aufführende am Computer kann auf diese Auswahl während der Präsentation direkt reagieren oder die Reihenfolge der Schatten-Akkorde ebenfalls durch eine Zufallsfunktion steuern.
Die elektronischen Schatten der instrumentalen Formteile werden im Computer in realtime erzeugt und - für den Zuschauer unsichtbar - drahtlos von der Sitzposition des Gitarristen durch kleine Lautsprecher abgestrahlt.
Die harmonischen Strukturen aus Obertonakkorden fungieren in diesem Stück allerdings nur als rudimentär wahrnehmbares Grundgerüst. Die endgültig erklingende Gestalt wird von zahlreichen Geräuschanreicherungen überlagert, die sowohl vom Gitarristen als auch vom Aufführenden am Computer direkt erzeugt werden.
Die Komposition entstand in Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Domenico Simone, dem dieses Stück auch gewidmet ist.

Xenon Loops

2004, 10:10 Min.
Komposition für 4 Kanal-Tonband und Video-Projektion

UA: 8. Juni 2005, Salzburg, Konzertreihe "Guitar & Friends"
Realisation des Computerparts im Studio für elektronische Musik der Universität Mozarteum Salzburg

Was geschieht mit unserer Wahrnehmung, wenn aus extremer Geschwindigkeit Stillstand wird? Was ist, wenn Erfahrung als normierender Maßstab für Wahrnehmung nicht mehr existiert? Was sehen und hören wir, wenn wir nichts mehr sehen und hören?
Unser Gehirn besitzt die gleichermaßen wunderbare wie gefährliche Fähigkeit, bruchstückhafte Erinnerungen zu "ergänzen" mit der Erfahrung nach plausiblen, aber eben nicht realen Ereignissen.
Xenon Loops thematisiert eine Erfahrung an der Grenze zwischen normaler und anhand von Zeichen rekonstruierter Wahrnehmung, indem die graduelle Transformation realer Klang- und Bildelemente zur Rekonstruktion surrealer Wahrnehmung verwendet werden.
Die reale akustische und visuelle Materialbasis für Xenon Loops zeichnet sich durch eine extreme Reduktion aus. Alles Hörbare leitet sich aus einer lediglich 1,2 Sekunden langen Drumloop ab und alles Sichtbare aus vier, mit verschiedenen Perspektiven aufgenommenen Einzelbildern eines speziellen, mit dieser Erfahrung verbundenen Ortes.
Eine Drumloop oder gegenständliche Abbilder, auf denen man "etwas (wieder-)erkennen kann" sind nicht weiter zu hinterfragende Elemente täglicher Wahrnehmung. Dabei steht eine Drumloop für die elementare und integrierende Kraft periodischer Motorik, für etwas, was normalerweise Musik von wilkürlichem Geräusch unterscheidet. Ebenso verhält es sich mit Abbildern oder Fotos von realen Objekten, deren Zeichencharakter außer Frage steht.
Aus diesen bruchstückhaften Elementen normaler Wahrnehmung mit ihrer festen Ordnung entsteht hier durch permanente Transformation der physischen Eigenschaften etwas, was einerseits Elemente dieser ursprünglichen Ordnung beinhaltet (durch wiedererkennbare Eigenschaften der Gestalten) andererseits aber vor allem Elemente aufweist, bei denen diese Zuordnung zu bekannten Elementen versagt.
Die akustischen Transformationen betreffen vor allem die Zeitstruktur der Drumloop, die in zahlreiche Zwischenstufen von periodisch bis aperiodisch aufgelöst und wieder rekonstruiert wird. Auch die harmonische Gestalt der originalen Schlagzeugklänge durchschreitet in ihrem Transformationsprozeß mehrfach das komplette Spektrum zwischen den Extremen geräuschhaft - harmonisch - geräuschhaft. Die Techniken der Bildmodifikation orientieren sich an diesen musikalischen Transformationen. Hier werden vier Bilder, d.h. also die punktförmig reduzierten Ab-Bilder der Wirklichkeit, mit Modifikationen ihrer selbst überlagert, und so ein kontinuierlicher dynamischer Prozeß der Veränderung in Gang gesetzt. Diese Veränderungen führen schließlich - ebenso wie auf der akustischen Ebene - zu graduellen, aber auch schlagartigen Transformationen der Ausgangsgestalten, welche in diesen Transformationen zwar enthalten, aber nicht immer sichtbar sind. Und manchmal hört und sieht man sogar Dinge, die eigentlich nicht da sind.

 

Vom Blau umschauert ...

1999, 12:05 Min.

Elektronische Komposition auf Grundlage des Text-Bildes "Einst dem Grau der Nacht enttaucht ... " von Paul Klee
UA: 8. 10. 1999 Workshop-Konzert "Künstliche und künstlerische Algorithmen", Ludwig-Maximilians-Universität München

Realisation des Tonbandes im Studio für elektronische Musik der Universität Mozarteum Salzburg

In the year 1917/18 the painter Paul Klee has made a remarkable painting called "Einst dem Grau der Nacht enttaucht" („Once the Gray of the night emerged... "). It was completely determinated by a poetic text (text author unknown up to now). This text is clearly present in the picture in that way, that the letter chains determine not only the structure of the picture almost completely, but the contours of the letters limit also the individual field plains. Klee uses here therefore the display of a poetic text as a visual starting point of both on the formal, as well as on the subject level.
From the existence of this concept in the sphere of fine arts could follows, that itself also could work in the musical domain. In that case poetical text forms the starting point for the musical work both at the formal level and also for the timbre of the final composition. This is exactly what I have done here in thins piece. The (spoken) text was sound material and structural guideline at the same time.

 

Andana

für Ensemble
(2 Flöten, Oboe, Klarinette, Baßklarinette, Schlagzeug, Klavier, 2 Violinen, Viola, Cello und Kontrabaß)

1998, ca. 7 Min.

Die Instrumentalkomposition „Andana“ für ein Ensemble aus 12 Spielern entstand im Februar 1998. Der Titel ist von der gleichnamigen spanischen Bezeichnung für „Reihe“ aber auch „Flucht“ abgeleitet.
Im Prozeß der Komposition spielte das von Serge de Laubier für die Pariser Groupe de Recherches Musicales (GRM) entwickelte Programm „Rebond“ eine wichtige Rolle, welches das Schwingungs- und Reflektionsverhalten elastischer Körper im Computer nachbildet. Die vier Formteile des Stückes repräsentieren jeweils verschiedene dynamische Zustände des Systems.

 

AR

1994, 6:23 Min.
Elektronische Tonbandkomposition

Die Komposition "AR" ist Teil des TONART VIER-Projektes, welches André Ruschkowski 1994 gemeinsam mit Jörg Thomasius und Lars Stroschen realisierte. Aus einer gemeinsamen Improvisation der drei Komponisten auf analogen Synthesizern (Korg MS-20, Mikromoog, EMS-AKS) wurden rund 13 Minuten besonders gelungenes Klangmaterial ausgewählt. Dieses Material wurde erneut zum Ausgangspunkt für weitere Kompositionen. So auch für das durch André Ruschkowski allein realisierte Stück "AR".
Die Erarbeitung der 2-Kanal-Fassung erfolgte zwischen Februar und April 1994 im Studio für elektronische Musik der Hochschule "Mozarteum" in Salzburg (4-Kanal-Fassung im Juni 94).
Der Arbeitsprozeß bestand zunächst in der Selektion kurzer, d. h. etwa zwischen 2 und 5 Sekunden dauernder Klangausschnitte aus der gemeinsamen Improvisation. In einem zweiten Schritt wurden diese Ausschnitte systematisch elektronischen Modifikationen unterworfen. Dazu wurde ihre Struktur zunächst analysiert, d. h. hier in Sinuston-Anteile zerlegt (mit dem Programm Lemur, entwickelt von der CERL Sound Group an der University of Illinois) und anschließend erneut aus diesen Sinustönen - mit veränderten Parametern - synthetisiert. Die Veränderung der Parameter betraf vor allem die Streckung der Zeitstruktur, d. h. die ursprünglichen Klangausschnitte wurden zum Teil bis zum 40fachen ihrer Originallänge gedehnt.
Aber auch die Frequenzen der ursprünglich in den Ausschnitten vorhandenen Obertöne wurden einem graduellen Modifikationsprozeß unterworfen. Neben Transpositionen dominieren hier Spreizungen und Stauchungen der Obertonstruktur.
Ergänzt wurden diese Prozesse der Klangmodifikation durch die Gestaltung einer individuellen Räumlichkeit für die einzelnen Klangereignisse (verschieden große virtuelle Wiedergaberäume), die - vor allem in der 2-Kanal-Fassung - für eine lokalisierbare Tiefenstaffelung der musikalischen Abläufe verantwortlich sind.
Die Formentwicklung dieses Stückes beinhaltet einen Prozeß von komplexen Ereignissen am Beginn - den originalen Klangausschnitten - zu immer elementarer und vereinzelter werdenden Elementen in der Mitte des Stückes, die auf ein fortschreitendes "Eintauchen" in das Innere der ursprünglichen Klangmaterie hindeuten. Erst im letzten Viertel verändert sich diese Tendenz — um schließlich den Weg erneut zu komplexeren Klangstrukturen zu finden, mit denen das Stück endet.
Die Uraufführung der 2-Kanal-Fassung erfolgte am 10. Mai 1994 im Rahmen des Festivals Elektronischer Frühling in der Alten Schmiede in Wien.
Die 4-Kanal-Fassung (für vier Klangmobile) erklang erstmals am 3. Juli 1994 im Toscana-Trakt der Universität Salzburg während der Open Air-Konzertwoche des Österreichischen Ensembles für Neue Musik.

 

MORPHEUS

Elektronische Komposition, 2 Kanäle
1984, 9:55 Min.

Die zweikanalige Realisation dieses Tonbandstückes entstand 1984 in Berlin. Die Ursendung erfolgte am 12. Oktober 1985 im Ungarischen Rundfunk. Das musikalische Material wurde ausschließlich auf analog-elektronischem Weg erzeugt. Die musikalische Form des Stückes ist einerseits Resultat eines Prozesses, der durch die Variation von zwölf verschiedenen Basisklängen mit sich selbst entsteht.
Andererseits läßt sich deutlich eine Bogenform erkennen, die durch den kontrastierenden musikalischen Charakter des Mittelteils im Vergleich zu Anfangs- und Endteil entsteht. Die stark geräuschhaften Basisklänge sind durch ihren identischen Hüllkurvenverlauf als Teile eines einheitlichen Ganzen erkennbar, unterscheiden sich voneinander aber durch unterschiedliche, jeweils für sich spezifische Klangstrukturen mit eigenen Gestaltqualitäten. Die Reihe der zwölf Basisklänge wird insgesamt 13 mal durchlaufen indem sie mit der eigenen Reihenstruktur, jeweils verkürzt um einen Klang, kombiniert wird. So baut sich neben der maßstabsetzenden Grundreihe eine zweite Variante dieser Reihe im Verlauf des Stückes schrittweise ab um sich anschließend aus der Keimzelle des Anfangsklanges erneut aufzubauen. Wiederholungen gleicher Klangkonstellationen sind dadurch ausgeschlossen.
Durch diese Art der Kombination entsteht eine übergeordnete Ebene komplexer Klangereignisse, die von unterschiedlichen Graden gegenseitiger Durchdringung ihrer Basisklänge bestimmt wird. Sie reicht von Kontrast und Abstoßung der Komponenten über ein spannungsvolles Miteinander bis zur Verschmelzung im Einklang, wo nur noch unterschiedliche Räumlichkeiten das Vorhandensein verschiedener Klangkomponenten verraten.
Hinzu kommt ein stetiger kräftiger Baßton, der sich konstant und scheinbar unbeteiligt vom übrigen Geschehen durch das gesamte Stück zieht. Bei genauerem Hinhören läßt sich jedoch feststellen, daß er an der Verbindung der Klangkomponenten wesentlich beteiligt ist. Durch unmerkliche, aber kontinuierliche Tonhöhenmodifikation liegt seine Endtonhöhe eine ganze Oktave unter dem Ausgangswert. Dieser Prozeß wird durch einen Mittelteil unterbrochen, der den in sich kreisenden Klangbewegungen des ersten und dritten Teils mit ausgeprägter Motorik gegenübertritt, die im Verlauf des Mittelteils mehr und mehr an Lebhaftigkeit und Intensität gewinnt.

 

EXTRAVAGANZA

Elektronische Komposition, 2 Kanäle
1985, 6:37 Min.,

Das Stück entstand 1985 für eine videographische Umsetzung durch die Regisseurin Regine Liebig. Von ihr stammt auch der Librettoentwurf für dieses Stück:

Licht fällt auf den sich emporwindenden Anker,
Tagesfron
Langsames Sich-Selbst-Wiederfinden -
Spirale des Lebens
Dämmerung erschlafft
Ausgelöschtes Gesicht - Merkmale der Arbeit

Leinen los 1 - 2 - 3
Peitschen der Sonne auf dem schweißgetränkten Körper
Armes Herz 1 - 2 - 3
Dumpfer Schmerz
Ruderknechte 1 - 2 - 3
schnell dahingleitendes Boot des Tages

Lichtstrahlen von irgendwoher
Endlosigkeit in Raum und Zeit -
Peitschenhiebe werden vergessen
Knarrende Segel - Dahingleiten
Wird der Mast halten?
Wind, Wellen auf der sich beruhigenden See
Kondenzstreifen am Himmel
Möwen mit Geierstimme
Schönheit der inneren Einsamkeit - und Trauer
Nirvana
drohend naher Ruf der Peitsche
klägliches Wiehern des Windes.
Springende Wassertropfen, goldene Glöckchen der Freiheit
Horizontlos, endloses Leben
Langsam sich tastendes Wiederfinden
Träges Atmen des Wassers -
alles verschliengende See
Vereint mit dem Leben des Meeres
Erfrischendes Gesicht - Nirvana
auf großer Fahrt
endlicher Hafen?

 

 

 


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